SCHWEISSKULTUR
Verena Elisabeth Lechner 

SCHWEISSKULTUR ist eine Datenskulptur, welche den Schweiß  der Konzertbesucher des Kultursommers im Conrad Sohm darstsellt. Zu jedem Veranstaltungsabend wird eine solche Datenskulptur angefertigt, auf der die Luftfeuchtigkeitsdaten zu jeder Stunde und somit der Verlauf des Konzertes zu sehen sind. Luftfeuchtigkeit gibt Aufschluss über viele Aspekte –  das Musikgenre, die Besucherzahl, die Stimmung während des Konzerts, der Konzertverlauf, die Außentemperatur, um nur einige Punkte zu nennen.   GRUNDKONZEPT Während jeder Veranstaltung des Kultursommers werden stündlich (20.00 -3.00) die Daten der absoluten Luftfeuchtigkeit (g Wasserdampf / m3 Raumluft) gemessen. Dadurch bekommt man etwas einen Einblick, wie heiß es im Conrad Sohm war bzw. wie sehr sich die Gäste bewegten bzw. auch schwitzen, das ist evtl. auch genreabhängig und wetterabhängig. Diese Daten werden nun übersetzt in „Schweißtropfen“ (Tropfen aus Kochsalzlösung), welche in entsprechender Menge auf eine je 20 x 5 cm große Stahlplatte getropft werden. Die Kochsalzlösung bringt nach dem Trocknen die Oberfläche der vorher benässten Stelle zum korrodieren, es entstehen also „aus dem Schweiß der Gäste“ „Schweißflecken“. Das Endergebnis sind also von jedem Konzert je eine Platte, die den „Schweißverlauf“ des Abends abbilden. Diese ist jeweils eine „kollektive Trophäe“ des Abends. Die Steuerung der Dosierung des Tropfens, also des Magnetventils, lässt sich mitHilfe von Arduino und einer speziellen Javasoftware lösen, die bereits in der Tropfenfotografie Anwendung findet. Unter http://wiemers.org/dropcatcher/ lässt sich die beschriebene Software (Dropcatcher) für das Arduino Board sowie die Java-Programmierung herunterladen, welche die Größe des Tropfens sowie den Zeitablauf der einzelnen Tropfen steuert.

schweissskulptur_ganznah
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schweissskulptur_schraeg
schweissskulptur_diagonal