Medienarchäologische Arbeit als Basis zur Ausstellungskonzeption
Verena Elisabeth Lechner  Heike Marlene Rosenberg 

Das ehemalige Fotostudio Hiller in Bezau/Bregenzerwald bildet den Inhalt für dieses Projekt.

Das Fotostudio, das seit 2012 als Architekturbüro genutzt wird, birgt Spuren aus früheren Zeiten vom Keller bis unter das Dach. Von Kaspar Hiller sen., im Jahre 1923 gegründet, finden sich dort auch heute noch alte Fotoapparate, Requisiten, Filmrollen, Glasplatten und vieles mehr. Mit Hedwig Berchtel (geb. Hiller), der Fotografin im Bregenzerwald, wurde das Fotostudio im Jahre 1995 geschlossen und alles so hinterlassen, wie am letzten Tag. Heute gehört das Haus mit Archiv und Studio ihrem Sohn Rudolf Berchtel, der sich nun dem Erhalt dieses Nachlasses stellen will und uns mit der Aufgabe betraute, die Inhalte des alten Hauses und des fotografischen Gedächtnisses zu sammeln und an den weiteren Entwicklungs- bzw. Verwendungsmöglichkeiten zu arbeiten.

All diese Eindrücke und Informationen, die uns zugänglich gemacht wurden und wir erforschen durften, galt es nun in einem Konzept für Rudolf Berchtel umzusetzen. In der Hiller’schen Kiste wird schließlich die Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte der Hillers, sowie der Fotogeschichte und deren verwendeter Methoden und Gerätschaften dieser analogen Zeit, die bereits in Vergessenheit geraten ist, übersetzt.

Rudolf Berchtel kann nun mit der Hiller’schen Kiste seine fotografische Familiengeschichte präsentieren und diese zur Konzeption einer Ausstellung nutzen.

Die Themen der Kiste:

Zeitringe (Deckel)

Wie die Jahresringe eines Baumes seine Wachstumsphasen beschreiben, klären die Jahresringe auf dem Deckel der Hillerschen Kiste über die Schaffenszeit der Familie Hiller auf. Diese Daten geben Aufschluss über das Streben der Familie und der zeitlichen Zusammenhänge.

 

Biographischer Film

Im Juni 2013 besuchten wir die nun 86-jährige Frau, und sie erzählt uns in diesem kleinen Film, den wir dabei drehten, von ihrem Leben.

 

Architekturwürfel

Spielerisch wird dargestellt, welche wichtigen Umbauten und welche Tätigkeiten im Haus ausgeführt wurden.

 

Prozessschiene

In der Welt der analogen Fotografie war der Arbeitsprozess vom Fotografieren bis zum fertigen Bild langwieriger als heute. Mit den abgebildeten, bedruckten Plexiglasstreifen lässt sich dieser Prozess in der Dunkelkammer unter der roten Folie einfach erklärt nachvollziehen.

 

Archivboxen

Das alte Wälderhaus beherbergt noch Vieles, was das Schaffen der Hillers hervorgebracht hat. Um den Umfang dieser Dinge begreifbar zu machen, sind die zwei sogenannten Archivboxen in der Hiller‘schen Kiste entstanden.

 

Archivbuch

Zusammengefasst erhält man in diesem Buch detaillierte Beschreibungen und Hintergrundinformationen zu den Inhalten der Kiste.

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